Wegklatschen

©Christopher Horne


Immer mehr Menschen in Europa wählen rechte Parteien, rechtsextremistische Terroranschläge in Deutschland nehmen zu und die gesellschaftliche Mitte steht diesen Entwicklungen ohnmächtig gegenüber.

Es reicht, finden fünf junge Menschen und beschließen selbst etwas gegen das Erstarken der nationalen Kräfte zu unternehmen. Mit viel Phantasie und Humor begegnen sie dem Hass auf den Straßen und in den sozialen Netzwerken. Von den ersten Erfolgen beflügelt, werden die geplanten Aktionen der Gruppe jedoch immer gewagter und führen sie trotz guter Absichten für ein verantwortungsvolles Miteinander bald schon von harmlosen Streichen über Sachbeschädigung zur Gewalt an Menschen. Eingebettet in eine Verhörsituation werden die Dynamiken innerhalb einer politisch engagierten Gruppe sichtbar bei der Herausforderung, das Richtige zu tun.

Sergej Gößner hat die Geschichte von Bonnie und Clyde temporeich und überraschend neu interpretiert. So sind bei ihm nicht eine Wirtschaftskrise und Armut der Auslöser dafür, dass sich junge Menschen in einer Spirale der Gewalt verlieren, sondern ein gesellschaftspolitischer Wendepunkt, der alle herausfordert, sich zu positionieren und die Mittel politischen Aktivismus zu reflektieren.

WEGKLATSCHEN
Applaus für Bonnie und Clyde | von Sergej Gößner

Besetzung Gareth Charles, Sibel Polat, Kübra Sekin, Laura Thomas, Maximilian von Ulardt

Inszenierung Manuel Moser

Bühne Maurice Dominic Angrés

Bühnenbau Michael Abrazzo Blattmann

Kostüm Ensemble

Musik Öğünç Kardelen

Dramaturgie Anna Stegherr

Theaterpädagogik Sarah Modeß

Regieassistenz Finn Wiesenhöfer

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